EY ALTER wurde zur Roboter-Schmiede

Einen eigenen kleinen Roboter bauen? Kein Problem! Beim Brick Boost Workshop im LERWERK der EY ALTER-Ausstellung arbeiteten junge und erfahrenere Tüftler Ende Juli eng zusammen. Vorkenntnisse waren dabei nicht nötig. Das Alter der Teilnehmer: 10 bis 74.

Die Katze wackelt mit dem Schwanz, schnurrt behaglich, miaut und bewegt die Augenbrauen – kaum zu glauben, dass sie nur wenige Momente zuvor nicht mehr war, als ein ziemlich unüberschaubarer und ziemlich lebloser Haufen von Bausteinen. Eine echte Herausforderung für die zehnjährige Elisabeth. Zusammen mit ihren Großeltern Christina und Burkhard Wehlmann, 63 und 70 Jahre alt, bildet sie ein Team. Die App auf dem zur Verfügung gestellten Tablet-Computer zeigt ihnen genau, wie es geht. Schritt für Schritt folgen sie den Anleitungen und bauen um den Prozessor und den Motor herum den Körper, ergänzen hier ein Gelenk, dort einen Stein, sodass nach und nach die Katze erkennbar wird. Elisabeth übernimmt dabei einen großen Anteil. „Wir lassen sie bauen und unterstützen, wenn es nötig wird“, sagt Christina Wehlmann. Mit dem Aufbau ist allerdings nur ein Teil der Aufgabe gelöst. Wie bringt man die Roboter-Katze zum Beispiel dazu, mit dem Schwanz zu wackeln oder zu miauen? Auch hier kommt die App zum Einsatz. Per Drag-and-Drop lassen sich einzelne Programmier-bausteine zu kleinen Programmen zusammenführen. Ein Knopfdruck genügt und der Roboter absolviert dann die vorgegebenen Abläufe.

Jung und Erfahren – zusammen erfolgreich

„Programmierkenntnisse sind absolut nicht notwendig und auch kein technisches Vorwissen“, betont Christo Papanouskas, Geschäftsführer der Agentur Assassin Design, die den Brick Boost Workshop für die Ausstellung EY ALTER konzipiert hat. „Hier geht es vielmehr um einen spielerischen Ansatz, über den wir Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenbringen. Jung und Erfahren arbeiten erfolgreich zusammen, lösen gemeinsam eine Aufgabe – und haben Spaß.“ Als die Roboter-Katze dann tatsächlich ihren ersten Mauzer von sich gibt, ist das Team um die kleine Elisabeth sichtlich stolz. „Cool“, findet Elisabeth. Auch an den übrigen Tischen tut sich etwas. Die 13-jährige Sofia hat zum Beispiel mit ihren Großeltern Heinz-Michael und Doris Rosczak, beide 74, einen Roboter gebaut. Blitzschnell rast der kleine Kerl über den Teppich, dreht sich um die eigene Achse und kann sogar sprechen. „Ich habe damals schon mit meinem Sohn mit Bausteinen gebaut“, verrät Heinz-Michael Rosczak. „Jetzt geht das generationenübergreifende Zusammenwirken weiter. Es ist schon spannend, wie sich jeder dabei einbringen kann. “Wie das auch auf anderer Ebene möglich ist und welche Vorzüge eigentlich jedes Alter mit sich bringt, können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Brick Boost Workshops dann beim Besuch der Ausstellung EY ALTER erfahren beziehungsweise direkt erleben, denn auch an den Mitmachstationen ist ihr Einsatz gefragt.

Übrigens. Was hier im Kleinen im Rahmen des Brick Boost Workshops angeboten wird, findet außerhalb der Ausstellung auch in der Berufswelt Anwendung. „In abgewandelter Form bieten wir solche Brick-Veranstaltungen zum Beispiel auch für Führungskräfte oder Azubis in Unternehmen an“, erklärt Christo Papanouskas. „Etwa wenn es darum geht, neue Teams zu bilden oder innovative Lösungen für bestimmte Probleme zu entwickeln. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Menschen über diesen spielerischen Ansatz unbefangener an die Sache herangehen und sich selbst ganz anders kennenlernen.“

Neue Termine

Veranstaltung verpasst? Ab September 2018 finden weitere Brick Boost Workshops statt. Wann es soweit ist, erfahrt ihr hier. Das Material und die Tablet-Computer werden zur Verfügung gestellt. Die Roboter können im Anschluss nicht mitgenommen werden. Dafür aber eine Menge Erfahrungen und die Erinnerung an ein tolles Erlebnis.