64 und 35 und 21 – und wie alt bist Du?

„Ich bin 29 und 53 und in jüngster Zeit 64“, sagt Julian K. vor pinkem Hintergrund. Und Jutta E. auf dem mintgrünen Plakat ist 53 und 16, am liebsten aber doch 53. Was hat es mit den Plakaten auf sich, die in auffälligem Mintgrün und Pink an Berliner Mauern und Haltestellen ins Auge fallen?

28. Mai 2018

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Zu sehen sind Personen, die einem überall in Berlin begegnen könnten. Da ist Kim B., die lebenshungrige Individualistin aus Kreuzberg. Ein geblümter Einteiler mit Lederjacke kombiniert, dazu wild fliegende Flechtzöpfe. Sie ist 22 und 13 und immer wieder gerne 67. Und ist das nicht Klaus W., der ehemalige Bürgermeister von Berlin?! Er ist 64 und 35 und das erste Mal 21. Kann sich denn keiner für ein Alter entscheiden?

Gegenfrage: Müssen sie das denn? Jeder kennt und mag Situationen, in denen er sich fühlt, als ob er aus seiner Altersgruppe herausfällt. Der 22-Jährige, der nach dem Geheimrezept seiner Oma kocht. Oder die 67-Jährige, die sich gerade Instagram heruntergeladen hat. Und der 35-Jährige, der im nächsten Urlaub eine Kreuzfahrt macht. Wer einen zweiten Blick auf die Plakate wirft, entdeckt sofort eine Erklärung für die drei Alter. Da ist Stefan C., er hat sich mit seiner Tochter ablichten lassen. Er ist 41 und 19 und 92. Denn: Er spielt jetzt Fußball in der Altherrenmannschaft. Eigentlich doch ganz passend für 41. Aber er ist auch begeisterter Festivalgänger, in diesen Momenten erinnert er eher an einen 19-jährigen Teenie. Und in den Augen seiner Tochter ist er einfach nur mega alt, was die 92 erklärt. Und Klaus W.? Der spielt gerne Golf (64), muss nicht mehr überall dabei sein (35) und chillt jetzt erstmal sein Leben (21).

Die neue Plakatkampagne spielt mit dem Alter ihrer Protagonisten. Und regt gleichzeitig jeden Interessierten dazu an, über seine verschiedenen Alter nachzudenken. Denn Alter hat viele Gesichter und ist so individuell wie du selbst. Die Menschen zur Kampagne sind aus den verschiedensten Altersklassen und Lebenswelten ausgewählt und bilden die Vielfalt Berlins ab. Jedem von ihnen fallen Eigenschaften ein, die auf den ersten Blick erstmal nicht zu ihrem numerischen Alter passen. Bei EY ALTER entdeckst du, das es keine Regel gibt in welchem Alter man wie zu sein hat. Jedes Alter bietet viele Chancen. Und vor allem: Alles ist möglich – und das fast immer!

So wie die Plakatkampagne ganz Berlin ansprechen soll, ist auch die Ausstellung offen für Interessierte aller Altersklassen. Ein so universelles Thema wie das Alter betrifft jeden und daher gibt es neben der regulären Ausstellung auch Programme für Firmen und Schulen, die sich näher mit Demografie, Alter und Lernen beschäftigen möchten.

Und wie alt bist du? Entdecke deine Talente und Potenziale in der interaktiven Ausstellung, die Alter neu denkt. EY ALTER – ab dem 17.5.2018 täglich im Gasometer Schöneberg.